Anwendungen für Bump cutter

Bump cutter sind selbstfahrende Schleifmaschinen für die Bearbeitung von Oberflächen aus Beton oder Asphalt. Eine mit Diamant-Trennscheiben und ggf. Distanzstücken besetzte Welle trägt im schleifenden Verfahren Material von der Oberfläche ab. Die Arbeitsbreite richtet sich nach der eingesetzten Maschine und der Breite des Wellenbesatzes. Durch eine variable Bestückung mit Trennscheiben (auch unterschiedlichen Durchmessers) und Distanzstücken kann ein beliebiges Schleifbild erzeugt werden. Generell werden 3 Verfahren unterschieden; Grinding, Grooving und Bump cutting.

Grinding

Das Grinding dient der Herstellung einer definierten Rauigkeit der Oberfläche, um den für Fahrzeuge erforderlichen "Grip" zu gewährleisten. Eine weitere Anwendung stellt das sogenannte akustische Grinding dar. Hierbei wird der Wellenbesatz so gewählt, dass ein spezielles Schleifbild zur Minderung der Fahrbahngeräusche entsteht.

Grooving

Das Schneiden von Rillenprofilen zur Drainage von Wasser in Verkehrsflächen nennt man Grooving. Dieses Verfahren kommt neben Straßen auch auf Flugverkehrsflächen zum Einsatz. Neben der verbesserten Ableitung fließenden Wassers trocknet die Fahrbahn durch die vergrößerte Oberfläche auch schneller.

Bump cutting

Flächiges Planschleifen wird auch Bump cutting genannt. Dabei werden Unebenheiten geglättet, die im Fertigungsprozess oder durch Abnutzung der Oberfläche entstehen können. Durch neigen der Schleifwelle kann das Verfahren auch zur Angleichung geringer Höhenunterschiede (Kanten) zwischen Oberflächen genutzt werden.

Unterschiede zwischen Grinding/Grooving und Bump cutting

Beim Grinding und Grooving werden definierte Texturen und Rillenprofile in die Oberfläche eingebracht. Unabhängig von der gegebenen Fahrbahnoberfläche muss das Schleifprofil immer gleich tief sein. Nur so ist die gewünschte Funktion (z.B. Wasserdrainage) durchgängig gewährleistet.

Beim Bump cutting wird kein Rillenprofil erstellt, sondern eine neue Fahrbahnoberfläche durch abschleifen erzeugt.

Bei RELLOK Bump cuttern wird dies folgendermaßen erreicht:

Grinding/Grooving

RELLOK Bumpcutter - Grooving und Grinding Prinzip

Die Vorderräder sind auf einer Linie zur Schleifwelle angeordnet. Je nach gewünschter Schleiftiefe wird die Welle unter das Niveau der Vorderräder abgesenkt und fixiert. Während des Arbeitsvorgangs folgen die Vorderräder und damit die Schleifwelle exakt der vorhandenen Fahrbahnstruktur. Die Schleiftiefe bleibt konstant.

Bump cutting

RELLOK Bump cutter - Bump cutting Prinzip

Beim Bump cutting sind die Vorderräder in größerem Abstand vor der Schleifwelle montiert. Durch den langen Hebelarm hat die Fahrbahnoberfläche keinen relevanten Einfluss mehr auf die vertikale Bewegung der Schneidwelle. Die Fahrbahn wird in der voreingestellten Tiefe flächig abgeschliffen und Unebenheiten entfernt.

Je nach Ausführung des Bump cutters ist diese Funktion bereits integriert , oder wird durch einen entsprechenden Vorsatzrahmen erreicht.